25.12.2020   Proteen-Blüte im Garden Castle Naturreservat

28.12.2020   Bademöglichkeiten satt

Bergflüsse gibt es an diesem Steilabfall der Drakensberge zuhauf. Und immer wieder haben die Flüsse  im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte runde Steinsformationen geschliffen und Pools sind entstanden. Zum Gooderson Resort gehören die Hippo (Flusspferde-) Pools und die heiße Nachmittagssonne lässt uns in das gut 20 Grad warm/kalte Wasser springen. Zwei indisch-stämmige Familien haben sich am Pool niedergelassen und beobachten unser Gebaren mit Erstaunen. Wenig später versuchen sie sich auch am "Wasserwaten" mit Vorsicht und Skepsis. Wir grinsen etwas in uns hinein und bemerken deutliche Verhaltensunterschiede, ggf. auch kulturell geprägt....

Für die Paviane ist es kein Problem, eine Mülltonne mit Deckel zu öffnen und die Inhalte, die sooo gut riechen, zu untersuchen. 

Das wäre in einem nordamerikanischen Naturreservat anders. Da gibt es nicht-knackbare Mülltonnen. Eine Beschwerung des Deckels hätte schon Abhilfe getan. Aber das scheint eine bürokratische oder exekutive Hürde zu sein....

Transportmittel.....

 

Der öffentliche Transportverkehr muss besonders in Schwellen- oder Entwicklungsländern funktionieren. So gibt es hier in Südafrika auch das Minibus-System (siehe rechts), was die Siedlungen auf dem Land bedient. Selbst auf den Sani-Pass, der so ruppig zu befahren ist, fahren viele Minibusse. Natürlich gibt es immer wieder Fahrzeugpannen und auch Unfälle - die Minibusse sind denkbar ungeeignet für 4x4 Pisten. Alternativ ist auch mal eine LKW-Pritsche oder eine Pickup-Pritsche für den Personentransport herhalten. Dass es da zugig und kühl wird, liegt in der Natur der Sache...

29.12.2020   ... Hans möchte endlich auf den Gipfel vom Rhino Peak

Ich war echt erstaunt, dass Hans den Rhino Peak nochmals anvisieren wollte, nachdem wir ihn bei unserem letzten Versuch im Nebel nicht erreicht hatten, sondern daran vorbeiliefen. Aber es entsprach meiner gipfelhungrigen Seele, die schon Richtung nächste Nationalparks und dem Cathedral Peak geschaut hatte. Hoffentlich gibt es dem Bergsteiger-Willen von Hans nach absolviertem Rhino Peak keinen Dämpfer, der meine Pläne um den Cathedral Peak vereiteln würde...

Ein Früher Vogel fängt den Wurm

4 Uhr aufstehen und frühstücken - wenn man etwas in den Magen hineinbekommt.

 

 

Dann Dachzelt einklappen und nichts wie los. 4. 30 Uhr Abfahrt.

 

 

Das Tor zum Garden Castle NR ist offen. Abmarsch um ca. 5.30 Uhr. Der Rhino Peak  (unser Matterhorn) glüht im Morgenrot.

 



Eland-Antilopen frühmorgens auf dem Golfplatz vom Gooderson Resort. Nein - nicht auf Golfball-Suche, sondern das saftige Grün hat die größten Antilopen angezogen.

Es war der optimale Tag. Morgens war alles abgetrocknet. Wir würden uns nicht durch nasstriefende lange Gräser kämpfen müssen. Das machte das ganze Unterfangen Einiges angenehmer. Die Wege sind vielfach überwachsen und man musste aufpassen wie ein Luchs, dass man nicht über Querhölzer stolperte, die nicht sichtbar unter den langen Grasbüscheln lauerten, die die Wege bedeckten.

Es ging flott voran. Unser Ziel war es, bei gutem Verlauf die 7-Stunden-Marke für den Hike zu knacken. Dennoch - wir brauchten für die Strecke zum Überhang des Pillar Cove auch wieder eine ganze Stunde. Also gleich viel wie bei unserem ersten "Angriff" auf den Rhino-Gipfel. Der Himmel zeigte ein leuchtendes Postkartenblau und die Bergformationen stachen in sattem Grün vom Himmel ab. Über allem thronte das Horn des Rhino Peaks und lockte.

 

All die Blumen und farbenfrohen Büsche am Wegesrand waren uns sehr bekannt. Dennoch - man konnte sich nicht sattsehen an den unterschiedlichen leuchtenden Farben. Selbst ein gemeiner Storchschnabel kam mir in dieser Bergwelt, die auf Grund der Höhe von bis zu 3.000 m eigentlich karg und blumenarm sein sollte, wie eine besondere Blume vor. Immer wieder wurde die Photokamera herausgeholt. Die Flora wechselte je nach Höhe und kurz vor dem Mashai-Pass, der sich am Ende eines anstrengenden Talendanstiegs zeigte, erschienen uns wieder gelbe Feuerlilien, die die Bergwelt schmückten. 

Für mich bedeutete der Anstieg wieder eine ordentliche Anstrengung. Es war beschwerlicher als ich dachte, fühlte ich mich doch eigentlich fit. Vielleicht lag es an der Höhenlage, vermutlich eher aber an der bescheidenen körperlichen Konstitution. Das Training fehlte. Sobald man auf dem Plateau und damit Lesotho angelangt war, ging alles viel, viel einfacher. Das Horn des Rhino-Peak war heute deutlich sichtbar in 2 km Entfernung der ganzen Steilstufe vorgelagert. Schon jetzt hatte man an einen tiefgehenden Einblick in die Vielfalt der Drakensberge-Bergwelt im Grenzgebiet zwischen Südafrika und Lesotho. Mächtige Bergschultern mit Rippenformationen taten sich auf. Noch eindrücklicher war dann das Landschaftsrelief vom Gipfel (3.056 m) einsehbar. Ein südafrikanisches Grand Canyon-Gebiet? Was die Höhenunterschiede anbelangt - ganz bestimmt. Das Farbenspiel bewegte sich in einem Raum von Grün zu Braun mit glitzernden, blauen Flüssen dazwischen. Und wir waren ganz alleine! Mit Genuss tranken wir ein Castle-Beer (entsprechend unseren Überzeugungen natürlich alkoholfrei) auf diese großartige Bergwelt. Es war richtig, diesen Gipfel nochmals anzugehen. Auf Grund der vorgelagerten Position der Nase ein unübertreffliches Sightseeing-Erlebnis. Wir konnten die Orte ausmachen, an denen wir bisher schon Wanderungen durchgeführt hatten. Alles lag zu unseren Füßen und selbst hohe Gipfel wie die Hodgsons Peaks erschienen nur als kleine Erhebungen aus dem Lesotho-Plateau heraus. Tiefe Zufriedenheit machte sich bei uns Beiden bemerkbar. 

 

Auf dem Rückweg trafen wir dann weitere Gipfelaspiranten an. Der frühe Start am Morgen hatte sich gelohnt. Wir hatten unser einsames Gipfelerlebnis gehabt. Es wurde klar - die 7 Stunden-Marke würde nicht unterboten werden. Aber was war der sportliche Ehrgeiz gegen das Bergerlebnis? Nichts. Nach fast 7,5 Stunden und 21 Kilometern sowie gut 1.200 Höhenmetern kamen wir mit müden Füßen aber glücklichem und zufriedenem Gefühl am Parkplatz der Garden Castle Rangerstation an. 
Rhino Peak - ein absolutes Muss für fitte Bergsteiger im Gebiet des Garden Castle!

Impressionen unterwegs

30.12.2020  Fast Drak Marathon - wir feuern Alistair an

 

Alistair Black ist der Bruder von Steve, der die Khotso-Farm besitzt, auf deren Gelände wir uns drei Wochen lang aufhalten. Schon Tage zuvor war er mit seinen Kajaks auf dem Fluß unterwegs und hat trainiert. Am 29.12. wissen wir auch warum - Alistair will am Fast Drak Rennen teilnehmen. Knapp 80 Paddler machen sich auf die Marathon-Distanz von 40 km auf dem Fluss. Mit inbegriffen ist eine Portage von 2 km, um das Teilnehmerfeld weiter zu entzerren. Also sind auch noch andere Sportler-Qualitäten gefragt. Wir fahren an mehrere Standorte, um Alistair auf seinen ersten 15 Kilometern anzufeuern - er hat es verdient. Als 23. beendet er das Rennen. Absolute Hochachtung von uns für ihn für die klasse Sportleistung. 

Die Route des Marathons, mal auf alternative Weise dargestellt.

Es gibt wunderschöne Ferienanlagen...

Wieder einmal gibt es Nachmittagsgewitter und wir gehen auf Entdeckungsreise mit dem Auto, um neue Orte und eventuell auch Restaurants zu entdecken. Dabei stoßen wir auf das Resort Naverone Lake mit einzelnen Ferienhäuser, die sich idyllisch um zwei Seen ranken. Jedes Haus hat seinen Anleger mit Ruderboot, Fahrrädern und entsprechender Küche zur Selbstverpflegung. Eine Option, sollte die Regenzeit uns weiterhin so nasskalt treu bleiben und wir uns nach einer festen Unterkunft sehnen. Es sind Regenaufnahmen. Man kann nur erahnen, wie schön es sein muss bei strahlendem Sonnenschein!

01.01.2021   Wir haben unseren privaten Neujahrstag

Die südafrikanische Regierung hatte noch vor dem Jahreswechsel eine neue Warnstufe ausgerufen, die mit weiteren öffentlichen Covid-Einschränkungen einherging. Statt "Level 1" befand man sich nun in "Level 3" - kein Alkoholverkauf mehr, ständiges Maskentragen in der Öffentlichkeit, Zugangsbeschränkungen für Einkaufsläden und weitere Regelungen.

Uns war am Silvestertag auch nicht nach Feiern zumute, die ohnehin eingschränkt waren. Wir wollten den Jahreswechsel in Ruhe begehen und hatten für den Neujahrstag einen Platz im Malachite Manor zum Abendessen reserviert. Der kleine 3 km-Gang bis zu der Hotelanalge sollte uns etwas Abwechslung an dem sonst regennassen Neujahrstag bringen. Der Heimweg in völliger Dunkelheit bei bedecktem Regenhimmel war dann spannend. Ein Individualereignis, wie wir es für diesen Tag für angemessen hielten...

Happy New Year - We hope it will be a great one!

Die Regenzeit und ihre Folgen ....

Schon am Neujahrstag hatte es in Strömen geregnet. Mittlerweile konnte die Wiese des Campingplatzes keine Nässe mehr speichern. Die Autofahrer hatten auch keine Gnade mit der Wiese und hinterließen tiefe Reifenspuren. Die Wege wurden von Mal zu Mal matschiger. Schon blieb der erste Camper hängen und Steve musste ihn mit dem Traktor herausziehen. Große Kieselsteine wurden zur Verfüllung der tiefen Spuren genommen, verschwanden aber im unergründlichen Matsch. 
Die Zweibeiner wählten die Wege sorgsam und hüpften von Grasflecken zu Grasflecken. Dennoch blieb es nicht aus, dass die Schuhe einschmuddelten. Das Jogging wurde von uns zwischenzeitlich auf die Teerstraße verlegt. Sehr zum Leidwesen von Hans, der dann doch wieder auf aufgeweichte Mountainbike-Pfade auswich.
Die ersten Camper nahmen Aufklarungen wahr und verließen den Campingplatz gen Heimat. Zum Schluss blieben nur noch zwei Camping-Parteien auf dem Platz zurück. Am Sonntag, den 3. Januar, verließ auch unsere dreiköpfige Frauengruppe den Platz. Die Arbeit rief wieder. Leider starteten erneute Schauer beim Abbau der Zelte.

Doch es sollte noch ein weiteres Ereignis dazu kommen. Ein Aufschrei ertönte - es stellte sich heraus, dass sich eine Schlange in einem Zelt eingenistet hatte. Eine südafrikanische Speikobra, "Rinkhals" genannt.. Diese Art kommt recht oft vor und ist bis auf Höhen um 3.000 m anzutreffen. Bisse können für den Menschen lebensgefährlich werden. Meist aber zielt die Schlange eher mit ihrem Gift auf die Augen des Angreifers und speit es aus. Das Gift zersetzt Gewebe wie Haut oder kann auch augenschädigend sein.
Einer der Mitarbeiter der Farm kam dann und hat die Schlange entfernt. Leider haben wir die Schlange nicht gesehen, so schnell ging es. Die schwarze Bevölkerung hat meist eine große Angst vor jeglichem kriechenden Getier und ist schnell dabei zu töten. Dabei sind manchen Schlangenarten sehr selten geworden und stehen  unter Naturschutz. 
Keiner ist verletzt worden. Der Zwischenfall führte zu weichen Knien und zeigt wieder einmal, dass man eben beim Camping mit der Natur lebt.

 

Es sieht so aus, als suche Pebbles auch ein trockenes Plätzchen. Wäre das Dachzelt von Petra nicht eine kuschelige Alternative?

4.01.2021  Wir sagen der Khotso-Pferdefarm Adieu

Nun packen auch wir unser Auto und fahren nach einem herzlichen Abschied vom Khotso-Personal Richtung Norden.
Danke Steve für all Deine Tipps und auch Deine Großzügigkeit gegenüber uns Langzeitcampern. Danke dem Personal von Khotso für den Service, die tägliche Freundlichkeit und das offene Ohr für Fragen!

 

Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch verlassen wir das Garden Castle-Feriengebiet und nehmen die Piste entlang der Drakensberge mit Ziel Injisuthi.

Berichte über Injisuthi etc folgen...

12.01. bis 15.01.2021    Vier Tage Kurger Game Drives

Jetzt kommt, weshalb es uns vor allem wieder in das südliche Afrika gelockt hat. Neben der reichhaltigen Flora gibt es bei den Tieren viel Diversität - so viel, wie auf der ganzen Welt nicht mehr. Die Möglichkeit zu Tierbeobachtungen sind in diesem Teil der Erde einfach phänomenal.

 

Der Kruger Park, benannt nach dem ehemaligen Präsidenten Südafrikas Paul Kruger, ist mit 20 000 Quadratkilometern der größte Nationalpark Südafrikas und einer der größten Wildschutzgebiete ganz Afrikas. Seine Ausdehnung ist etwa so groß wie ganz Sachsen-Anhalt - ein riesiges Gebiet mit 360 km Länge und 90 km Breite. 

Wir befinden uns am Abend des 11. Januars auf dem Campingplatz des Golfgeländes von Malelane. Das Malelange Tor ist ganz im Süden. In der Nacht hört man die Flußpferde im Crocodile Fluss planschen und grunzen. Das lässt Vorfreude aufkommen. Was wird uns "Kruger" diesmal präsentieren?

 

Zuerst einmal erhalten wir einen Naturpark in sommerlichem Grün. Es ist ganz anders als bei unseren bisherigen Besuchen im afrikanischen Frühling oder Herbst. Die Tiere haben Futter im Überfluss und auch die natürlichen Wasserlöcher sind gut gefüllt. Kein Wunder, dass in dieser Überfluss-Jahreszeit sich auch der Nachwuchs einstellt. 

Es ist Leopardenzeit im Kruger

Täglich sichten wir Leoparden. Bei unserem ersten "Zusammentreffen" können wir erleben, wie es sich anhört, wenn ein Leopard im Busch jagt. Das Keuchen der Impalas werde ich nicht mehr vergessen. Als ich das Video anderen Game Drivern zeige, kommt der Kommentar: "Wenn Du so etwas im Busch hörst, dann musst Du verdammt aufpassen."

Eine absolute Schönheit - aber auf der Lauer ...

 

es geht auch anders .... Siesta auf Leopardenart

Löwen im Kruger und viele Gedanken um Tierschutz...

 

Das Tierleben im Kruger Park konzentriert sich momentan auf den Süden des Parks im Viereck der Camps Crocodile Bridge, Berg-and-Dal, Skukuza und Lower Sabie. Hier gibt es die größeren Flüsse Sabie und Crocodile River, wo sich (Beute-)Tiere aufhalten und hier ist das Gelände auf Grund der Übersichtlichkeit auch gut zum Jagen. Und hier sichten wir immer wieder Löwinnenrudel. Es mutet schon seltsam an, dass diese Tiere oft im Bereich der Straßen anzufinden sind. Ist hier vielleicht mehr Jagdbeute anzutreffen oder lockt etwa der warme Asphalt, besonders zu Nachtzeiten, wenn kein Verkehr da ist?

Wir respektieren den Platz, den sie einnehmen und halten entsprechend Abstand. Ein Südafrikaner im Auto aber überholt uns und quetscht sich zwischen den beiden Löwinnen auf ruppige Weise mit seinem Fahrzeug zwischendurch und setzt sich vor uns. Klares Zeichen an uns: Ich werde hier auf dem Game-Drive nicht überholt!

Er war in der Reihenfolge der Fahrzeuge beim Verlassen des Camps vor uns gewesen, doch wir fanden sein Wildbeobachtungs-Fahrtempo für uns nicht angenehm und überholten ihn daher. Jeder hat seinen eigenen Fahrrhythmus, mal passt es, mal nicht. Der Erste in der "Fahrschlange", die sich Coronazeit immer kurz hält, hat aber in der Regel mehr Sichtungserfolge, daher: Kampf um die Pole-Position. Zumindest mutete es so an.

Dass dabei die Rechte der Wildtierwelt mit Füßen getreten werden, scheint nicht im Vordergrund zu sein.  Das bestürzt uns. Wir sind in diesem Wildtierreservat zu Gast und Tiere haben Vorrang. Für Viele scheint daher eher die Überzeugung zu gelten: Ich habe hier Eintrittsgeld gezahlt, will meine "5 Großen" (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard) sehen und abhaken.  Doch Kruger ist kein Zoo. Zwar ist er an seinen Außengrenzen teil eingezäunt, um etwa landwirtschaftliche Flächen zu schützen, doch zu privaten Game-Farmen oder zu Mosambik hin ist er offen und die Tiere können wandern. Dabei ist das Nahrungs- und Wasserangebot entscheidend für die Wanderungsbewegungen.  Es herrscht auf SanParks-Seite (dem Betreiber) auch ein "Tiermanagement" und es besteht ein Austausch mit Jadgfarmen, wenn Tierbedarfe vorhanden sind. Leider ist es so, dass gerade bei Nashörnern (ca. 9000 im Kruger) ein abnehmender Bestand zu verzeichnen ist. Immer noch wird Jagd gemacht  auf das  begehrte Horn. Es finden sich genügend arme und korrupte Afrikaner, die im organisierten Tierhandel tätig sind. Asiaten halten das Hornpulver für ein wirksames Medikament gegen diverse Krankheiten - und dafür müssen diese Tiere illegal sterben und sind in ihrer Art bedroht. Ein Skandal. Mittlerweile setzt Südafrika auch das Militär zum Patroullieren ein - doch Kruger ist groß und in der Nacht geschehen immer wieder Tierfrevel. 

Für uns ist es ein Segen, dass derzeit kein "Overtourismus" stattfindet und wir in Ruhe Tiere beobachten können. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Tierwelt zu dieser Coronazeit weniger unter Stress durch geringere Autofluktuation zu leiden hat.

 

 

Unten Militär bei der Patrouille:

 

Catwalk zweier Löwentanten...

 

 

Die linke ältere Löwin hat schon einige Kampfspuren davongetragen. Vielleicht wurde sie auch zusammen mit ihrer Begleiterin vom Rudel verstoßen. 

 

Die Straße gehört mir ....
ist ein von mir gewählter Titel für das Bild. Doch die Löwin war nicht passiv. Unentwegt rief sie nach ihrer Kumpanin, die sich aber mittlerweile mehr ins Gebüsch verzogen hatten. "Komm hierher - hier ist es kuschlig warm auf der Straße..." könnte man ihr langgezogenes Bellen interpretieren.

 

 

Gähn... es ist so heiß...
aber eine Löwin ist wachsam.

 

Affenspektakel

 

Nach und nach durften wir immer früher vom Camp aufbrechen und verließen am dritten Tag schon um 5 Uhr Skukuza-Camp. Längst war es hell geworden. Wer gehört zu den Frühaufstehern? Natürlich diverse Affenverbände: Ob Meerkatzen (vervet monkeys) oder Paviane (chacma baboons) - Vertreter dieser beiden Arten tummelten sich ebenfalls auf der Straße. Dazwischen sprangen dann die Impala-Antilopen herum und kreuzten den Teerweg. Ein lustiges, kunterbuntes Treiben.

 

Die Stars ...

 

.... sind die Vögel im Kruger Park. Hier soll es ca. 500 verschiedene Vogelarten geben. So manche Art steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere der Weltnaturschutzunion.

Grüne Landschaften von besonderem Reiz