25.-29.01.21     Zweiter Aufenthalt im Kruger Park

 

Die "Flucht" gelang uns aus Sabie. Aber auch der Kruger Park ist von dem Hochwasser betroffen. Andrew hat uns vorgewarnt. Die Schotterpisten werden geschlossen sein. Und so war es dann auch. Zwei Tage lang waren wir ziemlich eingeschränkt in unserem Explorationsverhalten.

Doch dafür haben wir unser Lieblingscamp entdeckt: Berg-en-Dal. In der abwechslungsreichen Hügellandschaft im Südwesten des Kruger Parks hatten wir unsere bislang besten Tiererfahrungen gemacht. Und nachts war auch jede Menge los: Hyänen wanderten außen an den Zäunen entlang und die Klangwelt der Natur war variantenreich. Vom eindrücklichen Löwengebrülle (es ist Paarungszeit) bis hin zu allen Facetten der Vogelstimmen drangen vielfältige Laute in unser Dachzelt. Das ist Safari!

 

Alles ist umso geheimnisvoller, wenn man frühmorgens "auf der Pirsch nach Tieraktionen" ist.

 

Das sind zwar keine guten Fotogegebenheiten, dafür erlebt man umso mehr ein aktionsfreundliches Tierleben.

Paarungssituationen

 

Der Reiz bei Tierbeobachtungen ist es, besondere Situationen zu erfassen. Immer wieder hörten wir das Gebrülle in der Nacht. Hat der männliche Löwe seine "Liebeslust" artikulieren müssen oder war es ein Abwehrgebrülle des weiblichen Gegenstücks? Wir wissen es nicht. Löwen können sich über mehrere Tage  hinweg paaren.

Und so wurden wir Zeuge eines Liebesaktes...

 

 

Das tut soooo gut!

 

 

Doch nicht nur Löwen haben Lustgefühle. Am frühen Morgen sind die Tiere recht aktiv. So auch Nashörner. Fasziniert beobachten wir die Interaktionen. Leider sind die Lichtverhältnisse noch nicht so gut.

Unsere Interpretation der Geschichte: Der Bulle versucht an eines der Weibchen heranzukommen. Keine Chance. Da besteht keine Lust und die beiden Frauen bilden eine Front. Keine Annäherung "von hinten" ist möglich...

 

 

Giraffen haben viele Formen an Schmuse-Ausdrucksmöglichkeiten:

 

Besondere Bedingungen

 

Die Flüsse im Kruger Park sind überschwemmt und reißend. Flußpferde mögen das nichts so und nun sind tiefere Wasserpools im Umland plötzlich durch sie besetzt worden. Das gibt dann Überraschungsmomente, wenn man eine Furt durchfährt und plötzlich ein dunkler Koloss aus dem Wasser steigt. Der Koloss ist vermutlich ebenso erschrocken wie wir. Flusspferde scheinen sehr schnell schreckhaft zu sein. Wir haben es erlebt, dass ein vorbeifliegender mittelgroßer Vogel Flusspferde ins Wasser getrieben hat.

 

Sich einen Traum erfüllen

 

Das ist die Überschrift zum Photo mit Lissy. Dazu der heutige Ausspruch von Hans: "What a beautiful life!"

 

Was für ein schönes Leben!

 

In der Tat erleben wir jeden Tag eine Fülle neuer Situationen und Begebenheiten - das Leben ist afrikanisch bunt und schillernd.  Wir genießen diese Anforderung an unsere Sinne. Das wirkt sich auch auf die Psyche und das körperliche Empfinden aus. Es fühlt sich momentan Vieles leicht und sorgenlos an...

 

Auch die kleine Tierwelt hat viel Anmut

 

Oftmals übersieht man die kleine Tierwelt - die Amphibien, Insekten oder Säugetiere. Der lang anhaltende Regen führt dazu, dass wir auf der Straße oder Schotterpiste nun auch andere Entdeckungen machen.

 

Unser Dauerdomizil in Sabie schenkt uns Regen

 

Wir lieben abwechslungsreiches Wetter und sind in unserem Campingdasein anpassungsfähig. Aber was zu viel ist, das ist zu viel. Einen ganzen Tag lang im Dachzelt sitzen,  Blog schreiben und lesen, bis das Hinterteil weh tut und am nächsten Tag immer noch keine Sonne zu haben - das ist bitter und fordert unsere "Überlebenskapazitäten" heraus. Wir müssen unsere Wäsche ja auch mal wieder trocken bekommen.

Die Joggingstrecken rund um Sabie sind noch sehr schlammig. Und so fahren wir 30 km weiter nach Graskop und strapazieren unsere Beine auf dem Jock of the Bushveld-Trail, der auch viel variantenreicher ist.

Egal bei welchem Wetter - Schwimmen in "meinem" Freibad auf dem Campingplatz macht viel Spaß und aktiviert Energien. Dabei habe ich das ganze Becken für mich alleine.

 

 

Über den Waschsalon  verfüge ich auch meist alleine. Die Ausstattung spricht für den Campingplatz...

 

Die Schnellvariante für das Wäschetrocknen:
Auslegen auf der heißen Motorhaube!

 

Lieblingsbeschäftigung von Hans während des Trockenvorganges: FAZ lesen.

 

Umringt von unseren Haustieren...

Wir wollen beständigeres Wetter und fahren wieder ins Lowveld zum Kruger (3.02. - 8.02.21)

 

Schon wieder... mag so mancher Blogleser denken. Aber es ist vielleicht das letzte Mal, bevor wir weiterziehen. Und es ist einfach eine Abwechslung mit prickelnden Ereignissen, die uns zum Kruger Park ziehen lässt - bessere Wetterprognose inclusive. Und jedes Mal ist es anders. Wir sind nach einem Morgen-Run gemütlich Richtung Phabeni Gate des Kruger getuckert. Genauso relaxt wie wir zeigte sich die Tierwelt am Spätnachmittag. Wasser ist weiterhin in Hülle und Fülle vorhanden. Sehr ergiebige Regenfälle in den letzten Tagen haben dazu geführt, dass nun so manche Sand- oder Schotterpiste doch geschlossen wurde. Aber auch die Anfahrt auf der Teerstraße bringt uns tierische Ansichten.

Die Flusspferde waren völlig entspannt und verließen ihr Wasserdomizil am hellichten Tag.

 

 

Wasserböcke lieben, wie es ihr Name schon sagt, eine wasserreiche Umgebung. Kein Problem - können sie haben.

 

Was guckst Du?

 

Tiere, die noch "wild" sind und über einen natürlichen Fluchtreflex verfügen, mögen es natürlich nicht, wenn man sie fixiert. Sie fliehen in der Regel, wenn man mit dem Auto stoppt und sie anschaut.  Mehr und mehr machen wir es uns zu eigen, mit dem Untersetzungsgetriebe im Schleichgang an den Tieren vorbeizufahren. Das funktioniert erstaunlich gut und die Tiere wie Antilopenarten oder auch Zebras und Giraffen bleiben ruhiger. 

 

 

Was guckst Du? Ist doch nur Schlamm! 

 

Elefantöse Hautpflege mit Schlammpackung - und hinterher den abgetrockneten Schlamm an einem Baum wieder abrubbeln. Es tut soooo gut! 

 

 

Wegelagerer

 

Die Sand- und Schotterpisten sind für die Tiere leichte Fortbewegungsrouten und so sind wir immer wieder damit konfrontiert, dass wir Konkurrenten auf der Piste haben. Also erst mal Auto stoppen, besser Motor abstellen und abwarten, was sich so tut. 

 

Die Giraffen waren so scheu, dass sie um das Auto herumgaloppiert sind, um dann wieder auf die Piste zu gehen.

 

Die Paviane sind oft in ganzen Horden auf der Straße und man hat Gelegenheit, das Sozialleben der Tiere zu betrachten. Im dritten Bild wurde eine Brücke belagert. Leider sind wir beim Befahren zwischen eine Mami und dem Kleinen geraten und er hatte richtig Angst, als wir vorbeifuhren. Gott sei Dank hat ihn ein älterer Youngster beschützt. Doch das Affengeschrei war groß.

 

Impalas treffen wir in großen Gruppen an. Und in der Gruppe fühlt man sich auch richtig stark. Wieso also von der Piste abweichen?

 

Gnus sind oft mit Zebras und Impalas anzutreffen. Aber so schnell geht man nicht vom Weg ab. Wieso nicht noch ein Schlückchen trinken?

 

Perlhühner benutzen die ganze Breite der Straße. Kennzeichen - extreme "Hack"ordnung und ständiges Streiten. Da ist ein herannahendes Fahrzeug egal.

 

Der Schakal saß inmitten eines Dunghaufens und ließ sich erst einmal nicht dazu herab, sein "Bett" zu verlassen.

 

Schwierig vorbei zu kommen...

 

Da fährt man am frühen Morgen nichtsahnend auf der Teerstraße im Kruger und da liegt so was Längliches, Braunes auf der Straße. Von weitem denkt man, dass es sich um ein großes, totes Beutetier handelt. Erst beim Näherkommen kann man das liegende Etwas erkennen - ein höchst lebendiger männlicher Löwe, der uns fixiert, aber auch seinen warmen Stammplatz nicht verlassen will.

 

 

 

Bei diesem Löwen war es leicht vorbeizufahren - doch es wurde schwieriger beim nächsten Zusammentreffen vielleicht einen Kilometer weiter. Man möchte schließlich keinem Löwen über den Schwanz fahren...

 

 

Bestimmt 15 Minuten lang haben wir die Tiere beobachtet, bevor wir unser Fahrzeug vorsichtig auf der rechten Seite um die Löwin herum bewegten.

 

 

Weibchen können sooo gut riechen...

 

Mit Beute unterwegs

 

Es lohnt sich immer wieder am frühen Morgen auf Fotopirsch zu gehen. 

Auf den Button klicken, um das Video zu starten.

 

 

Tüpfelhyänen sind in der Dämmerung oder in der Nacht aktiv. Vermutlich hat die Hyäne dieses Bein bei einem anderen Jäger erbeutet . Aber es ist tatsächlich so, dass die Hyänen das Meiste ihrer Beute mit der Hilfe aus dem Rudel selbst erjagen. Mit ihrem sehr kräftigen Kiefer können sie die Knochen zermalmen. Sie sind Allesfresser - von Insekten, Vögeln, kleinen Säugern bis hin zur Lieblingsbeute Impalas. Dabei können sie sehr schnell werden, so um die 50 km/h, und diese Geschwindigkeiten über mehrere Kilometer aufrecht erhalten.

 

Die Kleinen in unterschiedlichen Lebensaltern sehen mit ihren runden Ohren und den putzigen Gesichtern niedlich aus.

 

Fleißige Arbeiter

 

Der afrikanische Dungkäfer ist emsig dabei, die Kotkugel aus Elefantendung in seine Bruthöhle zu rollen. Dass macht er mit seinen Hinterbeinen. Er muss aufpassen, dass ihm die Kotkugel, die als Nahrung und Eiablageort dient, nicht von seinen Käferkollegen abgejagt wird. Man hat wissenschaftliche Untersuchungen gemacht, dass Dungkäfer mittels Sonnenstand, Wind und sogar Sternen recht genau den kürzesten Weg zur Bruthöhle herausfinden können. Wenn er Glück hat, dann kann er ein Weibchen gleich mittransportieren...

 

 

Wie das Ganze dann live aussieht, seht Ihr hier:

 

Elefantenstudien

 

Jetzt haben wir es herausgefunden. Eigentlich war es Hans: Wieso liegen immer wieder Grasbüschel und abgebrochene Zweige auf der Piste? Die Täter waren uns schon immer klar. Die grauen Dickhäuter. Aber weshalb lassen sie so viel an Nahrung zurück?

 

Kommen wir erst einmal zum Gras: Die grauen Großen sind Feinschmecker. Und in der Regel werden nur die samenhaltigen Fruchtstände der Gräser vertilgt. Da man das ganze aber nicht so gezielt abrupfen kann, geschieht die Sondierung im Maul. Der Rest der Grashalme wird einfach abgemalmt und die Halmenden genossen. Und das sind dann die Grasbüschel, die man immer wieder sieht. Wurzeln, Erde unsw. wird natürlich auch verpönt.

 

Nun zu den Ästen, die allesamt immer mit Blattwerk auf dem Weg, meist auf der Piste, liegen. Nachdem wir einmal beobachten konnten, was mit den saftigen Ästen gemacht wurde, können wir es verstehen. Die meist dünneren Zweige werden abgebrochen und dann im Maul entrindet. Die Zahnreihen funktionieren wie eine Schälmaschine eines Holzvollernters. Der Zweig wird gedreht und die Rinde dabei abgeschält und der Rest verschmäht.

 

Bei 200kg täglich zu futternden Pflanzenmengen eine anfordernde Aufgabenstellung. Guten Appetit!

 

Weitere Highlights

 

Einige meiner  weiteren Fotofavoriten:

 

 

Affenspiele... man muss alles untersuchen

 

Abendidylle .... Nur Vogelgezwitschere

Südafrika und seine Forstwirtschaft

 

Wir sind nun schon längere Zeit in Sabie und da wird es Zeit einen Beitrag zur südafrikanischen Forstwirtschaft zu schreiben. Rund um uns herum sind sogenannte Holzplantagen zu finden, meist Kiefer aber auch Eukalyptus (Eucalyptus grandis) und seltener Wattle (Acacia meansii). Nicht zuletzt weisen die aufsteigenden Rauchsäulen in Sabie und Umgebung auf das Bestehen von kleinen und aber auch großen Sägewerken hin. Sabie ist ein zentraler Ort in der Holzwirtschaft.

 

 

Lediglich rund 1 % der südafrikanischen Landfläche von 122 Millionen Hektar wird für die intensive Forstwirtschaft genutzt. Dennoch spielt die Plantagen-Forstwirtschaft, wie sie hier genannt wird, eine bedeutende wirtschaftliche Rolle Nicht nur der Beitrag zum Bruttosozialprodukt (2003: 12 Mrd. Rand) ist signifikant, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt gehört der Holzsektor zum wichtigen Arbeitgeber. Etwa 1,3 Millionen Menschen finden darin abhängige Arbeit. Nach wie vor ist die Arbeit in der Forstwirtschaft sehr manuell oder motor-manuell geprägt (z. B. Entastung und auch Holzeinschlag). Vollerntemaschinen bemerken wir auf unseren Streifzügen nur ganz selten.

 

 

Interessant ist, dass es sich bei den gepflanzten Holzarten um keine einheimischen Hölzer handelt. Schon früh hat man fremde Hölzer eingeführt, so die in Australien beheimatete Eukalyptusart Eucalyptus grandis, die leider viel Wasser benötigt. Gebraucht wurden die Hölzer im Grubenbau, für die Eisenbahnlinien sowie den Schiffsbau und als Hölzer für Hausbau und Möbel.

 

 

Das Landschaftsbild in den beiden wichtigsten Holzanbau-Provinzen Kwa-Zulu-Natal und Mpumalanga ist daher eintönig und geprägt durch die Forst-Monokulturen.

 

 

Wir besuchen das Forstmuseum in Sabie.  Museumspädagogisch ist es nicht so gut aufgebaut und liefert einen dürftigen Input.  Aber ein paar Informationen in den Schaubildern waren doch hilfreich.

 

 

Das Poster zeigt das Entasten der Kiefern.

 

 

Rauch liegt in der Luft. Nach Fällen und Abtransport werden die leeren Plantagenfelder abgebrannt, um den Boden für die neuen Baumschösslinge vorzubereiten. Die alten Stümpfe bleiben dabei im Boden und sind meist nur oberflächlich angesengt.  Dass dabei Rauchgase tagelang die Umwelt verpesten, stört die Mitarbeiter in der Holzwirtschaft nicht. 

 

 

Nach einigen Recherchen fand ich mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass die südafrikanische Holzwirtschaft mit vielen, meist strukturellen Problemen zu kämpfen hat:

 

Der arbeitsintensive Beschäftigungszweig erhält wenig Zulauf aus der Bevölkerung und hat Rekrutierungsprobleme.


Die Politik fordert Gleichstellung zwischen Weißen und Schwarzen (Black Economic Empowerment), was schwierig umzusetzen ist, da es auch einen Mangel an gut ausgebildeten Fach-Waldarbeitern gibt. Die Holzindustrie ist nur im ländlichen Bereich anzutreffen, der von Armut und hoher Arbeitslosigkeit geprägt ist. Zudem kommt die Aids/HIV-Problematik dazu, die Arbeitsausfälle durch Krankheit nach sich zieht.

 

Der Ausweisung von neuen Plantagengebieten stehen ungeklärte Landfragen entgegen. Viel Plantagengrundbesitz steht unter "land-claim", also Landbesitz, der von der einheimischen Bevölkerung zurückgefordert wird.

 

Demzufolge hat es in den letzten Jahrzehnten auch einen Rückgang an Produktivität gegeben. Dies könnte durch den vermehrten Einsatz von Maschinen kompensiert werden, wären die Unternehmer bereit zu investieren. Andererseits stellt sich aber auch die Frage nach der sozialen Verantwortung. Die südafrikanische Holzwirtschaft steht vor schwierigen Aufgaben...

 

 

Tiere Wandern vor die Linse ...

 

Bevor wir Richtung Westen mit Ziel Marakele Nationalpark weiterziehen, schnuppern wir ein letztes Mal Kruger-Luft. Als wollten uns einige Tiere "Tschüss" sagen, sorgten sie für Fotoerinnerungen, die mein Herz höherschlagen ließen.

 

 

Diese Hyänenwelpen sind gerade mal ein paar Wochen alt, aber putzmunter und interessiert an ihrer Umwelt. Die Würfe zweier Hyänen sind zusammen in einem Bau untergebracht. Bei Gefahr können die Kleinen in einer Abwasserröhre, die unter der Teerstraße verläuft, verschwinden. Das wird auch manchmal nötig sein, denn die Mütter gehen gemeinsam auf die Jagd und die Kleinen sind über Stunden auf sich gestellt. Dabei sind die Älteren Aufpasser für die Kleinsten. Der reinste Hyänen-Kindergarten, finden wir.
 

 

Als wir ein Gepardenpärchen in der Nähe sichten, schlägt unser Herz für diesen Wurf und wir halten eine Weile Wache unweit des Hyänen-Baus. Hoffentlich  bemerken die Welpen die Gefahr rechtzeitig.

 

 

Ein ganzes Rudel mit Wildhunden kam uns am Abend entgegen. Die Tiere liefen scheu in weitem Umkreis um unser Auto herum.

Seltene Anblicke

 

Wir reisen weiter nach Norden in die Provinz Limpopo mit Ziel Magoeboskloof-Gebiet bei Tzaneen. Zuvor haben wir aber noch einige besondere Momente auf unseren Pirschfahrten erlebt:

 

Zum ersten Mal sehen wir Geparden. Sie bewegen sich ganz in der Nähe des Hyänen-Baus und wir haben Angst um die Kleinen. So bleiben wir in der Nähe des Baus stehen, um notfalls das Gepardenpaar zu irritieren. Gut ist, dass sich die kleinen Hyänen in Wasserrohre unter der Straße zurückziehen können. Erkennen sie die Gefahr rechtzeitig?

 

 

Wie schwer die Geparden auszumachen sind, zeigt das nächste Bild. Dazu braucht es schon das "Pilzsucher-Auge" von Hans, um sie im hohen Gras zu entdecken.

 

 

Elefanten-Winzlinge bekommt man selten zu fotografieren, da sie von ihren Elefanten-Müttern und Tanten immer recht gut gedeckt und geschützt werden.

 

Marula-Bäume und Ihre früchte

 

Es ist Reifezeit der Marulafrüchte. Überall sieht man die kleinen, höchstens zwetschgengroßen, gelbfarbenen Früchte auf dem Boden liegen. Eigentlich wurden wir aufmerksam darauf, als rund um Elefantendung auch eine stattliche Anzahl von diesen Fuchtsteinen sichtbar war und wir uns nach der Herkunft fragten. Bald war es klar - auch die Elefanten vernaschen Marulafrüchte. Allerdings ist es eine unwahre Legende, dass es die Elefanten auf die fermentierten Früchte abgesehen haben und sich danach torkelnd von den Bäumen wegbewegen.

Das kann bei Zweibeinern dann schon eher geschehen, wenn sie zu viel Amarula-Cream-Likör zu sich genommen haben. Ein Produkt aus den Früchten. Aber das glasige Fruchtfleisch, was eher an Litschis erinnert, wird auch für Marmelade verwendet. Die Marmelade wird im Kruger-Park zum Verkauf angeboten. Ich konnte nicht widerstehen. Sie ist sehr süß und klebrig. Hat also eher eine honigähnliche Konsistenz und ist nicht mein Favorit. 

Aber da gibt es noch Alternativen wie Marulasaft, der sehr Vitamin-C-haltig sein soll. Der Saft von Marulas wird auch zu Essig verarbeitet. Und es gibt schlußendlich noch Marula-Öl zur Haarpflege. Wir scheinen Nahrungskonkurrenten der Elefanten zu sein....

Auf der Suche nach neuen Freizeitregionen

 

Es macht mir Spaß unsere Routen zu planen und sich auch mal von Südafrikanern beraten zu lassen, welche Regionen man noch bereisen und bewandern könnte. Aber damit ist nicht gesagt, dass dann meine Vorschläge auch angenommen werden...

 

Ich hatte bei unserem eheinternen Planungsaustausch angegeben, dass ich gerne die Gegend um Tzaneen in Limpopo. speziell den Magoeboskloof, anfahren und dort ein paar Tage mit Wanderungen verbringen möchte. Also verließen wir den Kruger Park Richtung Norden und waren am Spätnachmittag in der Magoebosklof Mountain Lodge angekommen. Die Anfahrt war zuletzt romantisch gewesen. Einige Haarnadelkurven führten zur Passhöhe auf ca. 1.400 m und uns erwartete ein deutlich angenehmeres Bergklima. Nach kurzer Besichtigung des Campingplatzes ging es gleich wieder los, um sich in der Umgebung zu orientieren. Ziel war die Woodbush Hütte, von wo aus Wanderwege starteten. 
Die Anfahrt hatte ihre Tücken. Es ging auf Forstwegen durch Plantagenwälder. Gegenverkehr und aufgeweichte Wege ließen die Hände feucht werden. Ohne Untersetzungsgetriebe wären wir gnadenlos in den schlammigen und tiefen Spuren hängen geblieben. 

Dann kam die "Erstbegehung" des Wanderweges, der eigentlich ein 5-Tage-Trekking ist, aber auch kürzere Varianten bietet. Ich war beglückt über die Blumen am Wegesrand - Göttergatte war eher in Negativstimmung, denn der Zustand der Wanderwege ließ wieder einmal, wie so oft in Südafrika, zu wünschen übrig. Wir entschieden uns daher gegen ein Wanderevent im Magoeboskloof.

 

Stattdessen sind wir dann 150 km zurück nach Hoedspruit gereist, damit unsere Lissy von einem Fachmann unter die Lupe genommen wurde. Es hörte sich nicht gut an, was da im Unterbauch von Lissy klapperte. Und so waren wir dann im Landy Shop/Hoedspruit, wo man sich Lissy dann nach Probefahrt zur Brust nahm. Tatsächlich war eine große Schraube im Hinterachsbereich lose gewesen. Man kann halt am Auto auf der Hebebühne viel besser arbeiten, als kriechend unter dem Auto an den Teilen rütteln und nachforschen.

 

Nach Werkstattbesuch ging es aber wieder zurück in die Mountain Lodge - denn die schien meinem Göttergatten zumindest zu gefallen...

 

 

Unterwegs  auf der romantischen R71 im Magoeboskloof. Plantagenarbeiter auf der morgendlichen Anfahrt zum Arbeitsort.

19. - 20.02.2021   Marakele Nationalpark - reizvolle Bergszenarien und abwechslungsreiches Campleben

 

Der Marakele Nationalpark ist auch eine Wiederholungstat. Aber man lernt ja sich die besten Seiten eines Naturreservates herauszusuchen. Und das sind zum einen die Bergpanoramen im Marakele und zum anderen das tierische Campingleben vor Ort.

Bilder erzählen mehr als Worte....

 

 

Tiere laufen über den Campingplatz - seien es Impala, Warzenschweine oder wie hier Strausse, die sich am frischen Grün des Campingplatzes bedienen. Das ermöglicht besondere Nahaufnahmen.

 

Bergbau in Südafrika

Pilanesberg Naturreservat  - Die Affen sind los

 

Nicht umsonst hängen überall Schilder, dass man die Tiere, die auf dem Campingplatz erscheinen, nicht füttern soll. Halten sich die Camper nicht daran, dann erzieht man die Tiere zu Futterempfängern und sie werden immer dreister - wie hier bei dem jungen männlichen Pavian, der sich einfach bedient hat und nicht wegzuscheuchen war.
Hat er sich zuerst einen Maiskolben ergattert, war bald darauf eine Colaflasche des Campnachbarn plötzlich in seinem Besitztum. Bevor er weiter auf Raubtour gehen konnte, ist Hans mit einem Trekkingstock hinterher. Was dann passierte, zeigt ein kleines Video...

 

 

Das Öffnen der Colaflasche, erst Drehen, dann aber Aufbeißen (geht ja schneller) und dann riesiges Gespritze, hätte als Werbung für Coca-Cola herhalten können. Leider hat mein nervöser Fotofinger dafür gesorgt, dass die Videoaufnahme abbrach. Dafür gab es dann den Videodreh danach...

 

Hier kommt das Video nach Hochladung.

 

 

Graaff Reinet - viertälteste Kleinstadt in Südafrika

 

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Die stattliche Grotekerk im Zentrum von Graaff Reinet

 

 

 

Gartenidyllen in Graaff Reinet

 

 

Vollmondidylle - Sicht vom Campingplatz Jesa Campground

 

 

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Mountain Zebra Nationalpark

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Valley of Desolation und Camdeboo Nationalpark